LOIMERSDORF – In den kommenden Tagen zieht eine kleine Schafherde auf die Wiese hinter dem Friedhof in Loimersdorf ein. Statt Rasenmähern und Traktoren übernehmen die vierbeinigen Landschaftspfleger die Arbeit und sorgen auf natürliche Weise für die Pflege der Grünfläche. Die Beweidung soll voraussichtlich rund 10 bis 14 Tage dauern.

Die Maßnahme bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Schafe halten die Vegetation kurz, ohne dabei schwere Maschinen einzusetzen. Gleichzeitig fördern sie die Artenvielfalt auf den Wiesen. Viele Insekten, darunter Wildbienen und andere Nützlinge, können den Tieren ausweichen, während sie bei herkömmlichen Mäharbeiten oft gefährdet sind. Die extensive Beweidung gilt daher als besonders naturnahe Form der Landschaftspflege.
Die Weidefläche befindet sich zwischen Friedhofsmauer, Radweg und Florianigasse. Während der Beweidung kann das Gelände nicht betreten werden. Besucherinnen und Besucher werden außerdem gebeten, die Tiere nicht zu füttern. Schafe verfügen über ein empfindliches Verdauungssystem, weshalb ungeeignetes Futter gesundheitliche Probleme verursachen kann. Für ausreichend Futter und frisches Wasser ist bereits gesorgt.
Besondere Vorsicht gilt auch beim Weidezaun, der zum Schutz der Tiere unter Strom steht. Die Gemeinde bittet daher darum, den Zaun nicht zu berühren.
Die Aktion ist eine Zusammenarbeit von „Natur in Engelhartstetten“, der Marktgemeinde Engelhartstetten, dem Bienenzentrum Wien und der Familie Weber aus Loimersdorf. Ziel ist es, ökologische Grünraumpflege mit aktivem Naturschutz zu verbinden und gleichzeitig wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen.

Naturschutz direkt vor der Haustür
Die Schafbeweidung zeigt eindrucksvoll, wie traditionelle Methoden auch heute noch einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz leisten können. Gleichzeitig bietet sie Bewohnerinnen und Bewohnern die Gelegenheit, die tierischen Landschaftspfleger aus nächster Nähe zu beobachten – natürlich mit ausreichend Abstand und Rücksicht auf die Tiere.
Quelle Marktgemeinde Engelhartstetten am 05. Juni 2026




